Wiener Schnecken aus dem Hause Gugumuck

Der ausdauernde Garten – Einmal pflanzen, viele Jahre ernten

Mit dem Sesshaftwerden des Menschen und dem Beginn des Ackerbaus kamen verstärkt einjährige Pflanzen auf den Speiseplan des Menschen. Zuvor standen dem Menschen vorwiegend ausdauernde Pflanzen als Nahrung zur Verfügung, die der Mensch in seiner unmittelbaren Umgebung finden konnte. Auf der Future Farm wollen wir sozusagen „back to the roots“, blicken zurück auf dieses Spektrum der Nahrungspflanzen und finden dabei ganz Außergewöhnliches und Spannendes, das unseren kulinarischen Alltag bereichern kann.

Dieses Konzept soll im ausdauernden Garten sichtbar werden. Der Garten bietet Raum für eine reiche Vielfalt von mehr als 80 verschiedenen ausdauernden Gemüsearten. Neben bekannteren Pflanzenarten wie dem Spargel, dem Rhabarber oder der Artischocke, bereichern ungewöhnliche und auch unbekannte Gemüsepflanzen den Garten. So z.B. Knollenziest, Süßdolde, Speisechrysantheme, Meerkohl, Eschlauch, Hirschhornwegerich und viele weitere Arten, die auch von vom Verein Arche Noah, der sich auf Planzenvielfalt spezialisiert hat (www.arche-noah.at) Noah bekannt sind.

Die Vorteile des langlebigen Gemüses sind vielfältig:

– Nach einer eimaligen Etablierung sind die Pflanzen langfristig in der Pflege und Erhaltung sehr anspruchslos und liefern dennoch über Jahre, mitunter Jahrzehnte, verlässliche Erträge.

– Ihr Vermögen mit einem ausgeprägten Wurzelsystem in tiefere Bodenschichten vorzudringen erhöht den für uns interessanten Nährstoffgehalt in den essbaren Pflanzenteilen.

– Aufgrund der einmaligen Pflanzung bleibt der Boden intakt und wird nicht jedes Jahr neu umgegraben. Das Bodenleben bleibt ungestört, was sich positiv auf die Bodengesundheit und  -fruchtbarkeit, sowie das Wasserhalte- und CO2-Speichervermögen auswirkt.

– Ein ausgeprägtes Wurzelsystem und Speicherorgane der Pflanzen machen sie widerstandsfähig gegenüber Wetterextremen, Trockenheit sowie möglichen Befall mit Schädlingswellen. Sie sind somit auch im Hinblick auf den Klimawandel im Gefüge eines extremeren Stadtklimas von Bedeutung.

– Neben vielen ökologischen Bedeutungen wie z.B. der Zusatzfunktion als Nützlingspflanze spricht auch noch ein weiterer Aspekt für die Wahl von ausdauerndem Gemüse, nämlich ein ästhetischer. Viele bekannte Zierpflanzen sind auch kulinarisch verwertbar, wie z.B. die Taglilien mit essbaren Blüten. Es entsteht somit eine optisch ansprechende und kulinarisch wertvolle Pflanzung. Ein richtiger Paradiesgarten!

Ergänzt wird der ausdauernde Garten von dem ökologischen Gestaltungselement Kräuterspirale im Zentrum. Als Trockensteinmauer ausgeführt bietet sie neben den Pflanzen ebenso einen Lebensraum für diverse Nützlinge.