Wiener Schnecken aus dem Hause Gugumuck

Schnecken Wissen

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Biologie

Tierstamm neu FAQ

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In WeingĂ€rten herrschen die optimalsten Bodengegebenheiten fĂŒr Weinbergschnecken, denn diese bevorzugen ebenso wie Weinreben kalkhĂ€ltige Böden. Aufgrund dieser Gemeinsamkeit bekam die Schnecke den Namen Weinbergschnecke.

Damals sammelten Winzer in Ihren WeingÀrten Weinbergschnecken und bereiteten diese als Abendmahl zu.

 

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Weinbergschnecken sind Zwitter und tragen beide Geschlechtsteile in einem gemeinsamen Genitalapparat. Dieses Organsystem enthĂ€lt nicht nur die Geschlechtsorgane, sondern auch unterschiedliche „Hilfsorgane“, die in verschiedenen Phasen der Paarung verschiedene Aufgaben erfĂŒllen. Wissenschaftlich werden sie als Hermaphroditen bezeichnet.

Die Begattung kann wechselseitig stattfinden, das heißt, die Schnecken wirken nicht nur abwechselnd als MĂ€nnchen oder Weibchen, sondern können wĂ€hrend der Begattung sogar beides gleichzeitig sein.

Im FrĂŒhjahr nach der Überwinterung beginnt die Paarungszeit die bis Ende Juni dauern kann. Sie lĂ€uft in mehreren Phasen ab: von der Anlockungsphase ĂŒber ein ausgedehntes Paarungsvorspiel bis hin zur eigentlichen Begattung. Ob zwei paarungsbereite Weinberg-schnecken zusammentreffen, ist nicht ganz dem Zufall ĂŒberlassen. Sie besitzen eine LockstoffdrĂŒse am Kopf mit der sie andere paarungsbereite Schnecken anlocken.

Vor der Paarung stoßen sich die Schnecken oft einen etwa fĂŒnf Millimeter langen Liebespfeil gegenseitig in den Fuß. Nun sind sie zur Fortpflanzung bereit. Sechs bis acht Wochen nach der Paarung grĂ€bt die Weinbergschnecke mit ihrem Fuß ein Loch und legt die reifen Eier (ca. 20 StĂŒck) ab. Etwa zwei Wochen dauert es, bis die Jungschnecken mit den fertigen HĂ€uschen aus den Eiern schlĂŒpfen.

eiablage

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Schnecken sind ambitionierte Vegetarier, denn sie bevorzugen frische Pflanzenkost, GemĂŒse und saftige FrĂŒchte.

Bei Wildpflanzen ist das Fressverhalten von Schnecken unterschiedlich. WĂ€hrend Klee immer gerne genommen wird, ist Löwenzahn deutlich weniger beliebt. GrĂ€ser werden fast gar nicht gefressen, wohl aufgrund des hohen Silikatgehalts. BrennnesselblĂ€tter sind ebenfalls sehr beliebt. Raps und Topinambur zĂ€hlt auch zu den Nahrungmitteln der Schnecke. Von vielen GemĂŒsesorten kann man gut die BlĂ€tter oder das Kraut fĂŒttern. So werden KohlrabiblĂ€tter sehr gerne angenommen, ebenso wie Karottenkraut und die BlĂ€tter von Radieschen. Karotten selbst werden ebenfalls von allen beschriebenen Schneckenarten gerne gefressen. Viele von GemĂŒse stammende KĂŒchenabfĂ€lle können ebenso gut gefĂŒttert werden.

Am liebsten verspeist die Schnecke jedoch verschiedenste Salatsorten.

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aufbau

Ausgewachsene Weinbergschnecken sind etwa 10 cm lang, ihre Schale hat einen Durchmesser von bis zu 5 cm. Der Körper ist in Kopf, Fuß, Eingeweidesack und Mantel gegliedert.

radula

Die Weinbergschnecke besitzt eine Radula (dt. Raspel- oder Reibezunge) mit tausenden von ZĂ€hnen, hat aber nur einen Fuß, mit dem sie auch in RĂŒckenlage und selbst ĂŒber schĂ€rfste Kanten kriechen kann. Der Kopf trĂ€gt die Mundöffnung und zwei Tentakelpaare, an der Spitze der beiden hinteren sitzen die Augen. Auf der rechten Körperseite ist die Atemöffnung. Der Schalenmuskel setzt an der unteren HĂ€lfte der Spindel an und breitet sich strahlenförmig nach vorne aus – in Kopf und Fuß.

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Mit allen 4 Sinnen: dem Lichtsinn, dem Tastsinn, dem chemischen und dem statischen Sinn. So nehmen Schnecken ihre Umgebung sowie kleinste VerĂ€nderungen Ă€ußerst sensibel wahr. Dazu verhelfen ihr relativ komplexe Linsenaugen die an den Enden der großen Tentakel angebracht sind und bei Bedarf in diese eingezogen werden können. Eine Schnecke sieht ca. 10 cm weit, kann aber nur GegenstĂ€nde ab und bis zu einer bestimmten GrĂ¶ĂŸe wahrnehmen.

SĂ€mtliche aus dem GehĂ€use ragenden Teile sind empfindlich auf BerĂŒhrungsreize – mit den zwei hochempfindlichen Tentakelpaaren und den sensiblen RĂ€ndern ihres Fußes tastet sie ihren Laufweg ab und nimmt Hindernisse wahr.

Ebenso verfĂŒgen Schnecken ĂŒber einen Geruchs- und Geschmackssinn. Schnecken können bis ca. 40 cm Entfernung Futter am Geruch wahrnehmen, und GeschmacksqualitĂ€ten wie sĂŒĂŸ, bitter und salzig unterscheiden.

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Die wichtigsten Faktoren sind Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit, eine Temperatur von 12-25° C mit korrelierender Luftfeuchtigkeit von mind. 50 %, d.h. je höher die Temperatur und umso höher die Luftfeuchtigkeit ist, desto besser wirkt sich dies auf AktivitÀt und Fressverhalten aus. WÀrmespeichernde und kalkhaltige Böden sowie ausreichend Schatten spendender Bewuchs und ein ausgewogenes Nahrungsangebot sind weitere wichtige Faktoren.

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Die Vorbereitung auf die Winterruhe bzw. Winterstarre beginnt bereits bei Tagestemperaturen von +8° C. Im Herbst bereitet sich die Weinbergschnecke aufs Überwintern vor. Dazu verschließt sie ihr GehĂ€use mit einem Kalkdeckel und grĂ€bt sich ihr eigenes Winterversteck. Mit ihrem Fuß hebt sie ein Erdloch aus, zieht zur Isolierung noch Pflanzenteile in ihr Versteck und zieht sich dann zur Winterruhe zurĂŒck. Abschließend wird die Höhle von innen mit Erde verschlossen.

DrĂŒsen des Mantels sondern fĂŒr den Kalkdeckel ein kalkhaltiges Sekret aus, das an der Luft zu einem harten Deckel, dem Epiphragma, erstarrt. Dieser Verschluss ist aber nicht luftdicht, da sonst die Schnecke ersticken wĂŒrde. Die Schnecke zieht sich ins Innere der Schale zurĂŒck und atmet dabei Luft aus der Mantelhöhle aus. Dadurch entsteht ein Luftpolster, der fĂŒr eine weitere Isolierung sorgt.

Stoffwechselbiologische VerĂ€nderungen ermöglichen erst das Überleben der Schnecke bei tiefen Temperaturen. WĂ€hrend der KĂ€ltestarre sind die meisten Lebensfunktionen (z. B. Atmung, Herzfunktion) herabgesetzt. Nach dem Erwachen aus der KĂ€ltestarre sind Weinbergschnecken ausgehungert und dehydriert. Sie verlieren wĂ€hrend der Winterphase etwa 10 – 15 % ihres Ausgangsgewichts, das sie ĂŒber mehrere Wochen im FrĂŒhling wieder ausgleichen können.

Gut eingedeckelte Schnecken vertragen kurzfristig auch extrem niedrige Temperaturen, im Experiment bis – 100° C. WĂ€hrend nicht eingedeckelte Exemplare, von Frost ĂŒberrascht bereits bei -1° bis -2° C verenden.

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Schnecken halten unter gewissen Ă€ußeren Bedingungen Sommer- und Winterruhe. FĂŒr die Sommerruhe bzw. Hunger- und Trockenstarre sind vor allem lĂ€ngere Trockenperioden verantwortlich, die natĂŒrlich im Zuchtbetrieb durch ausreichende Befeuchtung vermieden werden können.

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Schneckenkönige sind ein besonders seltenes PhÀnomen bei Schnecken. Bei nÀmlich 1:1.000.000 Weinbergschnecken ist das HÀuschen nicht wie gewohnt rechtsgewunden, sondern linksgewunden. SÀmtliche Organe (z. B. Herz, Atem- und Geschlechtsöffnung) sind seitenvertauscht (spiegelverkehrt).

Die Windungsrichtung bei Schnecken wird dominant-rezessiv vererbt. Die genetischen Grundlagen der Entstehung und Anordnung der Zellteilungsspindel werden vom Genom des Muttertiers (im Falle der zwittrigen Weinbergschnecken also die Schnecke, von der die Eizelle stammt) festgelegt.

Schneckenkönige von der Weinbergschnecke sind auch im Naturhistorischen Museum Wien ausgestellt.

Mehr auf www.weichtiere.at

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Schnecken sind buchstĂ€blich Gleiter und keine Hetzer, also das ideale Slow Food. Sie gleiten mit ihrer Fußsohle auf dem von ihnen produzierten Schleimband bedĂ€chtig ĂŒber den Untergrund, wobei die Beschaffenheit des Untergrundes Einfluss auf die Geschwindigkeit hat. Auf z.B. sandigem Untergrund, muss die Schnecke wesentlich mehr Schleim bilden um gleiten zu können was zu lĂ€ngeren Pausen fĂŒhrt und den Aktionsradius verkleinert.

Bei idealen Bedingungen erreicht eine Weinbergschnecke eine

Höchstgeschwindigkeit von 3 Metern pro Stunde also 0.003 km/h.

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Geschichte

Die Geschichte des Schneckenessens reicht bis in die AnfĂ€nge der Menschheit zurĂŒck, es nimmt einen besonderen Platz in der Nahrungsgeschichte ein. An dĂ€nischen OstseekĂŒsten fand man KĂŒchenabfĂ€lle (dĂ€nisch Kjökkenmöddinger), in denen Speisereste eines Volkes aus der Steinzeit erkannt wurden. Man fand hauptsĂ€chlich Schalen von Muscheln, aber auch Reste von Schnecken, Fischen, Krebsen und Krabben, vereinzelt auch Knochen von SĂ€ugetieren und Vögeln. Es wird angenommen, dass diese Überreste Reste von prĂ€historischen Mahlzeiten von Menschen stammen. Solche Funde kennt man auch von Schottland, SĂŒdamerika und  anderen Teilen der Erde. Wissenschaftler bringen sie sogar mit einer der grĂ¶ĂŸten Fragen der Entwicklungsgeschichte in Verbindung: Wieso und wie begannen Menschen Tiere fĂŒr Nahrungszwecke zu zĂŒchten und zu hĂŒten? Manche behaupten sogar, dass Landschnecken die ersten domestizierten Tiere ĂŒberhaupt gewesen wĂ€ren.

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Das Essen von Weinbergschnecken erlebte in Rom im 1. Jhdt. v. Chr. einen ersten Aufschwung. Verschiedene Quellen deuten darauf hin, dass das Schneckenfleisch im Alten Rom wegen seiner angeblich anregenden Wirkung sehr beliebt war. Plinius der Ältere (1. Jhdt. v. Chr.) schreibt in seiner Naturgeschichte ĂŒber Weinbergschnecken und ihrer Zubereitung und Marcus Gaius Apicius hinterließ Schriften mit zahlreichen Rezepten und verschiedenen ZuchtvorschlĂ€gen. Nach Plinius soll sich Fulvius Lippinus kurz vorm pompejianischen Krieg mit der Schneckenzucht beschĂ€ftigt haben. Er erfand einen eigenen Futterteig aus Most, Weizenmehl und anderen Zutaten und zĂŒchtete bereits verschiedene Arten in getrennten StĂ€llen. Mit der Zucht von Schnecken begannen die Römer ca. 750 v. Chr.. Sie ließen dafĂŒr die Schnecken in Ligurien (Norditalien) sammeln und in eigens dafĂŒr ausgetĂŒftelten SchneckengĂ€rten mĂ€sten. Sie verwendeten bereits Hunger- und MastbehĂ€lter (sogenannte Cochelarien), besondere VerkaufslĂ€den und ein eigenes Essbesteck. Mit der Ausdehnung des Römischen Reichs verbreiteten sich die Schnecken als Nahrungsmittel in ganz Europa. Davon zeugen Schneckenreste, die bei Ausgrabungen in römischen Kolonien gefunden wurden. So auch im nahe Wien gelegenen Carnuntum. Die ZĂŒchtung der Schnecken im Alpenraum – der geographische Bogen zieht sich vom französischen Elsass bis hin zum Alpenvorland – setzte sich aber erst im Mittelalter, mit der Christianisierung und mit den damit zusammenhĂ€ngenden Fastenregeln durch.

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Da Fleisch eine sehr lustfördernde Wirkung nachgesagt wurde, war es Mönchen an 150 Tagen nicht erlaubt Fleisch, Eier und tierische Fette zu sich zu nehmen. In den Alpenregionen wurden jedoch bis ins frĂŒhe Mittelalter keine Fische gegessen – so mussten die Mönche die Fastenregeln umgehen um ihre Klöster zu ernĂ€hren. FĂŒr die Kirche zĂ€hlten Schnecken nicht als Fleisch und sie wurden daher in der Fastenzeit mit Genuss und in großen Mengen verspeist. Die Mönche ĂŒbernahmen die uralte Tradition der Schneckenzucht in ihren KlostergĂ€rten, die bis heute in dieser Form in Italien zu finden ist.

Im Jahr 1862 schrieb Carl Julius Weber in seinen Reisebriefen ĂŒber seine Fastenerlebnisse in Wien: „Ich habe in Wien zur Fastenzeit mein Fleisch gekreuzigt mit ungarischen Edelkröten, mit Hausen, Schlampeten, Makkaroni und mit den allseits beliebten Schnecken ….“.

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Kaum jemand weiß es heute mehr, aber wohlgemĂ€stete Weinbergschnecken waren eine sehr beliebte Delikatesse im alten Wien. Sie wurden in allen Gesellschaftsschichten gegessen. Die „bessere Gesellschaft“ entdeckte ihre angeblich anregende Wirkung und sie kam – abseits von ihrer Beliebtheit als Arme-Leute-Essen und Fastenspeise – im 18. Jahrhundert wieder in Mode. Es gab sogar einen eigenen Schneckenmarkt hinter der St. Peters Kirche im ersten Wiener Gemeindebezirk. Standlerinnen – sogenannte „Schneckenweiber“ – boten hier ihre Schnecken als „Wiener Auster“ in zahlreichen Variationen an (z. B. als Schneckensuppe, Kalter Eiersalat mit Schnecken und Sardellen, Schnecken auf Weinkraut oder auch gezuckerte Schnecken). Direkt neben dem Schneckenmarkt befand sich das  Gasthaus „Zur Schnecke“ welches lange an die wohlschmeckende Delikatesse erinnerte.

Das Gasthaus „Zur Schnecke“ befand sich im heutigen Haus Graben 16, dessen zwei kleine HĂ€user vorgelagert waren, deren hinteres, dem Petersplatz zugewandte das „Schneckenhaus“ war. 1785 kaufte Wirt Anton Zahlbruckner das Haus , der dort ebenerdig und im ersten Stock ein Bierhaus fĂŒhrte. Es war ein sehr beliebter Treffpunkt der Raucher: in der Wirtsstube wurden kurze Bauernpfeifen, im Extrazimmer vornehmere hollĂ€ndische Tonpfeifen geraucht (Rauchen war damals auf der Straße noch verboten, und auch in den eigenen Wohnungen war es nicht gern gesehen).  Zu den GĂ€sten gehörte auch Franz Schubert.

 

 

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Im 18. Jahrhundert wurden rund 500 Tonnen Schnecken von Schwaben, insbesondere Ulm, nach Wien verfrachtet. Dies geschah ĂŒber Wasserwege – die Schnecken wurden in FĂ€sser gelagert und auf besonderen FrachtkĂ€hnen, den Ulmer Schachteln, bis nach Wien gebracht um dort auf den MĂ€rkten verkauft zu werden. Ein Fass mit rund 10.000 Schnecken wurde damals um 25 bis 40 Gulden verkauft. ZurĂŒck ging es fĂŒr die Schwaben dann zu Fuß, unter Mitnahme der bei der Reise entstandenen Schneckenkinder.

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Das Kochbuch „Wiener KĂŒche. Sammlung von Kochrezepten der staatlichen Bildungsanstalt fĂŒr Koch- und Haushaltsschullehrerinnen und der Kochschule der Gastwirte in Wien“ von Olga und Adolf Hess bietet im Kapitel Fische und Schalentiere ein eigenes Kapitel in dem die damaligen Lieblingsspeisen der Wiener gezeigt werden. Hier wird der Wiener Schnecke gebĂŒhrend Platz und Ehre erwiesen.

  „Schnecken sind zwar der ErdengĂŒter höchstes nicht, doch aber zur Erregung angenehmer Empfindungen geeignet. Als FĂŒllsel fĂŒr einen saftigen Kapauner gebraten, vermögen sie sogar weniger empfĂ€ngliche GemĂŒther mit stiller Sehnsucht erfĂŒllen 
“

In der Wiener KĂŒche fanden sich neben Schneckenknödel, Schneckenpasteten und gespickten Schnecken sogar SchneckenwĂŒrste. Der Wiener verspeiste sie jedoch am liebsten mit Kren oder Weinkraut. Katharina Schreder fĂŒhrt in ihrem Kochbuch aus dem Jahre 1851 ein Rezept fĂŒr Eierspeise mit Schnecken an. Auch Schneckeneier waren eine beliebte kleine Wirtshausspeise: Hartgekochte Eier wurden in der Mitte geteilt, der Dotter herausgenommen, die Ausnehmung mit einer gekochten Schnecke gefĂŒllt und mit dem pikant abgerĂŒhrten Dotter bedeckt.

 

(Quelle Kulinarisches Erbe Österreich)

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Die österreichische Gastronomie brachte in den 1950er Jahren unter dem Titel „Devisenbringende Weinbergschnecke“ folgende Meldung: „Rund vierzig Jahre ist es her, da begann Hotelier M. Winkler in Neumarkt aus verschiedenen Teilen Oesterreichs Weinbergschnecken zu beziehen, einige Wochen mit GemĂŒseabfĂ€llen zu mĂ€sten, um sie dann … nach Frankreich zu verschicken.“

Von den bescheidenen Export-AnfĂ€ngen in den 1930er Jahren mit rund 20 Tonnen pro Saison steigerte sich dieser bis Kriegsausbruch auf 350 Tonnen. Exportzahlen in diesem Ausmaß konnten von unternehmenden Schneckenfarmer erst wieder im Jahr 1948 wieder erreicht werden.

Obwohl nicht alle Schnecken exportiert wurden, sondern auch ĂŒberall in Österreich auf die Tische in HaushĂ€ltern sowie namhafter Restaurants kamen, war die alte Tradition der Wiener Schneckenrezepte bald vergessen.

 

(Quelle Kulinarisches Erbe Österreich)

 

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Kulinarik

Das Schneckenfestival findet heuer vom 25.09.2017 – 01.10.2017 statt. Gemeinsam mit ausgewĂ€hlten Restaurants lassen wir in dieser Woche die Schnecken wieder hochleben und machen ganz Österreich zur Schneckenhochburg.

Die ambitionierte Köche lassen sich ein besonderes Schneckengericht einfallen lassen und bringen die Wiener Schnecke in dieser Woche auf ihre Speisekarte


Unsere Schneckenwochen zur Fastenzeit beginnen mit Aschermittwoch am 1.3.2017 und Enden am Karfreutag am 14.04.2017. Viele Restaurants bieten in dieser Zeit die Wiener Schnecke als außergewöhnliche Fastenspeise an.

Mit diesen Schneckenwochen soll unser kulinarisches Erbe unterstĂŒtzt werden, denn Schnecken galten in Wien und im gesammten Alpenraum als sehr beliebte Fastenspeise.

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Weinbergschnecken haben einen sehr milden Eigengeschmack und erinnern an Kalbfleisch mit einer leicht erdig-nussigen Note. Sie sind daher sehr vielfĂ€ltig in der KĂŒche anwendbar. Nachdem sie kĂŒchenfertig zubereitet wurden haben sie einen angenehmen Biss und sind ĂŒberhaupt nicht schleimig.

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Nach dem Einsammeln werden die Schnecken eine Woche in Kisten entlĂŒftet. Dabei entleeren sie in den ersten Tagen ihren Darm und fallen in Trockenstarre und können so wie in freier Natur 4 Monate verharren. In diesem schlafenden Zustand werden die Schnecken laut EU-Richtlinien in sekundenschnelle im kochenden Wasser abgetötet. Aus diesem Grund ist der Verzehr von Schnecken ethischer als der von SĂ€ugetieren.

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Nach traditioneller österreichischer Art werden die Schnecken in Trockenstarre 5 Minuten blanchiert, danach wird das Schneckenfleisch mit einer Nadel vorsichtig aus dem Haus gezogen und der Eingeweidesack entfernt. Das Schneckenfleisch wird mit groben Salz eingerieben und unter fließendem Wasser grĂŒndlich abgespĂŒlt. Danach werden die Schnecken mit SuppengrĂŒn, Petersilie, Thymian, Lorbeer, Wacholder und viel Weißwein bei milder Hitze 3 Stunden gekocht.

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Die Schneckenleber befindet sich in den obersten Windungen des SchneckenhĂ€uschens und hat dadurch die Form einer kleinen Schnecke. Beim Ausnehmen wird sie vom Eingeweidesack separiert und im GlĂ€schen mit mildem Sonnenblumenöl pasteurisiert. Die Schneckenleber hat einen milden, nussigen Geschmack und erinnert am ehesten an HĂŒhnerleber.

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In der freien Natur legt die Weinbergschnecke ca. 10 Tage nach der Paarung in etwa 30 Eier in ein Erdloch. Um den Schneckenkaviar ganzjĂ€hrig produzieren zu können, verfĂŒgen wir hierfĂŒr ĂŒber eine Indoor-Produktion. Der fruchtige Eigengeschmack von unseren Schneckenperlen erinnert an Wald und Wiese.

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Schnecken zĂ€hlen zu den Ă€ltesten tierischen Eiweißquellen unserer humanoiden Vorfahren. Neben ihrem hohen Eiweißgehalt besitzen Schnecken Vitamin B, wertvolle Mineralien und Spurenelemente.

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Nein, denn Schnecken stehen seit Mitte der 80er Jahre unter Artenschutz und dĂŒrfen nicht eingesammelt werden. Schnecken dĂŒrfen lebend nur von einem zugelassenen SchneckenzĂŒchter verkauft werden, zum Beispiel als Futterschnecken oder fĂŒr den eigenen kleinen Schneckengarten.

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Im Jahr 1810 verzeichnete das Wienerische bewÀhrte Kochbuch folgende Schneckenrezepte:

  • – GefĂŒllte Schnecken (Farce aus gehackten Schnecken, Butter, Sardellen, MuskatblĂŒte, grĂŒner Petersilie, Zitronenschale – wird in Schneckenhaus gestopft und auf Rost gebraten)
  • – Eingemachte Schnecken (in gebundenen Rindsuppen – Wurzelsud, mit Dottern legiert)
  • – GefĂŒllte Schnecken (Farce aus Fleisch mit KrĂ€utern in Schneckenhaus gefĂŒllt und im Rohr gebraten)
  • – Gekochte kalte Schnecken in Essig und Öl
  • – Schneckensalate (schlamperte Schnecken)
  • – Schneckenknödel,
  • – Schneckenpasteten,
  • – gespickte Schnecken
  • – SchneckenwĂŒrste
  • – Schnecken mit Kren oder Weinkraut

Das Wienerische bewĂ€hrte Kochbuch (original aus 1749 von Ignaz Gartler) mit 1600 Kochregeln zur Fleischzubereitung sowie fĂŒr Fastenspeisen bietet einen Einblick in das alte Wien.

„Wienerisches bewĂ€hrtes Kochbuch – Ignaz Gartler “ 38 verschiedene Auflagen, Erstauflage 1749

Katharina Schreder fĂŒhrt in ihrem Kochbuch (1851) ein Rezept fĂŒr Eierspeise mit Schnecken an. Auch Schneckeneier waren eine beliebte kleine Wirtshausspeise: Hartgekochte Eier wurden in der Mitte geteilt, der Dotter herausgenommen, die Ausnehmung mit einer gekochten Schnecke gefĂŒllt und mit dem pikant abgerĂŒhrten Dotter bedeckt.

Schnecken gehörten nicht zum Armenessen, sondern standen in allen Gesellschaftsschichten auf der Tafel.

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In der Pfanne unter Zugabe von einem Esslöffel Wasser erhitzen und in zwei vorgewĂ€rmten Tassen mit etwas Weißbrot als Vorspeise genießen. Ebenso als Hauptspeise sind unsere Produkte wie das Schneckenragout und das ErdĂ€pfelgulasch zu empfehlen. Als Serviervorschlag empfehlen wir hier zum Wiener Schnecken Ragout Semmelknödel oder Serviettenknödel.

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Nachhaltigkeit

Im Gegensatz zur herkömmlichen Fleischproduktion wachsen Schnecken viel ressourcenschonender auf. Durch den Wegfall von GĂŒlle, weniger Treibhausgase und einen geringeren Wasser- und FlĂ€chenverbrauch sind sie eine umwelt- und klimaschonende Alternative zur konventionellen Fleischproduktion.

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Schnecken benötigen 85 % weniger Futtermittel als Rinder, um 1 Kilogramm Muskelfleisch zu erzeugen und besitzen noch dazu doppelt soviel Eiweissgehalt als Rindfleisch.

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Neue Konzepte der urbanen Landwirtschaft können die Umwelt wesentlich entlasten. Im Zuge von Urban Farming kann hochwertiges Protein mitten in der Stadt gezĂŒchtet werden. So haben wir schon die ersten Wiener SchneckengĂ€rten im Karlsgarten und im Hotel Daniel verwirklicht.

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Schneckenzucht

Die klassische Weinbergschnecke Helix Pomatia ist erst im 2. Jahr geschlechtsreif und groß genug zur Verarbeitung. Da die Helix Pomatia im Laufe der Saison immer mehr Kalk im Muskelfleisch anreichert, wird diese Gattung nur bis Mai gesammelt und verarbeitet.

Die sĂŒdlĂ€ndische Weinbergschnecke Helix Aspersa ist bereits im 1. Jahr geschlechtsreif und könnte bereits unter optimalen Bedingungen ab Oktober gesammelt und verarbeitet werden.

 

 

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Versand

Die Bestellungen werden innerhalb der nÀchsten 1-2 Tage mit der Post versandt und treffen im Normalfall in 2 Werktagen bei dir ein.

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Ja, Du kannst gerne bei uns persönlich vorbei kommen und deine Bestellung von Montag bis Freitag von 08:00 bis 16:00 Uhr in unserem Shop abholen!

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