Wiener Schnecken aus dem Hause Gugumuck

Geschichte

Im Alten Rom (750 v. Chr.) erlebten die Schnecken ihren ersten Aufschwung. Mit der Ausdehnung des Römischen Reichs verbreiteten sie sich als Nahrungsmittel schließlich in ganz Europa. Durch die zunehmende Christianisierung und den damit zusammenhängenden Fastenregeln setzte sich die Weinbergschnecken-Zucht im Alpenraum durch.

Was viele heute nicht mehr wissen: Schnecken waren in der √∂sterreichischen K√ľche eine weit verbreitete Spezialit√§t. Ab dem 18. Jahrhundert galt Wien als die Schneckenhochburg schlechthin. Es gab sogar einen eigenen Schneckenmarkt hinter der St. Peterskirche in Wien. Dort boten sogenannte „Schneckenweiber“ Weinbergschnecken als „Wiener Auster“ an. Man a√ü sie am liebsten gekocht, gebacken, in Speck gebraten mit Weinkraut und – das mag viele √ľberraschen – sogar gezuckert.

Heute zählen die Wiener Schnecken als ein Slow Food Arche Produkt und zu den Kulinarischen Erben der Alpen.

Schneckenverkäuferin am Wiener Schneckenmarkt am Petersplatz. Johann Adolf Opitz um 1810